Die Leute reden...
- 7. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 4 Tagen
Die Leute reden vieles, so der Tag lang ist.
Und so gleich vorweg die Kernprämisse dieses Beitrags:
Ich bin der Meinung, es wird viel zu viel geredet ohne dabei wirklich was zu sagen; also - akustische Luftverschmutzung oder so.
Einfach mal losreden. Vielleicht weil die Stille unangenehm ist, vielleicht weil wir mit uns selbst und unseren Gedankenströmen so wenig anzufangen wissen, vielleicht weil wir verlernt haben den Geräuschen der Natur zu lauschen, den Vögeln, den Blättern im Wind, dem Rauschen oder Plätschern der Gewässer, dem Knistern der Stille; vielleicht aber auch, damit wir überdecken, was unser Verstand den gesamten Tag über so produziert.

Falls du jetzt gerade nicht redest und Lust hast, dich ein paar Fragen zu widmen, so würde ich dich jetzt gern Folgendes fragen:
Was redest du eigentlich den ganzen Tag so. Weißt du das überhaupt? Was sind jeweils Inhalt und Botschaft davon. Sind es Reflexionen, die aus dem Lauschen der Stille entstanden sind? Ist es eine Wiedergabe von Schlagzeilen? Ist es das Reden über jemand anderen? Ist es ein Erschaffen von neuen Nachrichten? Oder ist es Ausdruck der Bewegungen deines Inneren? Was glaubst du, redest du so den ganzen lieben Tag lang...? Auf einer Skala von unbewusst bis bewusst; oder von alt bis neu; von wiederholend bis bereichernd?
Wie werden diese ganzen Worte von dir denn eigentlich geteilt? Aufgeregt? Nervös? Freudig bereichernd? Verärgert und schimpfend? Ablästernd und bewertend? Gedankenlos vor dich hinplappernd? Automatisiert wiederkehrend? Routiniert gespielt? Und was glaubst du, wie viel von dem, was du so den ganzen lieben langen Tag sagst, in seiner Schwingung positiv erhebend, zumindest aber neutral ist?
Warum eigentlich redest du wenn du redest? Was ist jeweils die Motivation dahinter, so es eine gibt? Was ist das Ziel dahinter, so es eines gibt? Weißt du, warum du sagst was du sagst? Warum du über dieses oder jenes sprichst? Warum du jemanden anrufst? Vielleicht sogar absichtslos? Vielleicht weißt du ja gar nicht, warum du manchmal redest. Und vielleicht magst du dich selbst kurz bei den nächsten Personen und Gesprächen beobachten, warum du das jetzt gerade sagst, was du halt eben gerade sagst? ‚Ja mei – ich kann ja nicht einfach nichts sagen!‘ – Echt nicht? Oh doch.
Und wann genau ist jeweils der Moment, an dem du gerne zu reden beginnst? Und - ist es dann eine bewusste Wahl deiner Worte und Botschaft? Ist es eine Bereicherung für dein Gegenüber, mit dir zu sprechen? Sind dann deine Worte berührend? Klingen sie wie Musik, der man gerne lauscht?
Oder anders: Was genau interessiert mich denn, was dem Nachbarn sein Nachbarn sein Schwager sein Bruder sein Enkel für Beziehungskrise hat!? Hat das denn irgendjemanden anderen zu interessieren als dem Nachbarn sein Nachbarn sein Schwager sein Bruder sein Enkel und dessen Freundin? Ich finde ja nicht...
Oder anders (Achtung – Gedankenspiel!): Was genau würden wir (noch) sagen, wenn wir uns nur mehr über unsere Hoffnungen, Wünsche, Träume und Momente der Berührung austauschen würden?
Gedankenpause - Rest in this idea for a second & listen to the comments of your mind

Und so generell finde ich ja, dass es auch schön wäre, wenn wir auch das Zuhören wieder verstärken würden. Der Natur, den Tieren, dem Universum. Ich finde ja, dort erfahren wir Etwas, über das ansonsten wenig geredet, geschrieben oder publiziert wird. Oder anders:
Wann hast du dich das letzte Mal berührt gefühlt,
weil der Wind dich gestreichelt hat?
Wann hast du dich das letzte Mal lebendig gefühlt,
weil die Leichtigkeit deiner bedingungslosen Freude dich grundlos lachen ließ?
Wann hast du dich das letzte Mal selbst gespürt,
weil deine Energie sich ungefragt zum Ausdruck gebracht hat?
Und wann hast du dich das letzte Mal selbst wahrgenommen,
wenn du einfach warst?
Diese Momente der äußeren Stille, in denen das Sein des Lebens plötzlich ganz laut ist. ...fast an Intensität so, wie wenn wir gerade erfahren haben, dass ein lieber Mensch aus unserem Leben gegangen ist; zurück zu Mutter Erde; zurück nach Hause.
Warum gelingt es uns nicht besser, mehr von diesen intensiven Lebensmomenten zu fühlen und zu leben, ohne dass wir diesen Rüttler und diese Erinnerung an unsere Endlichkeit dafür benötigen? Das Leben wäre um so vieles wahrhaftiger, reicher, bunter, tiefer. Finde ich.
Und so meine finale These dazu: Wir reden zu viel – vom frühen Morgen bis zum späten Abend. Und wenn wir grad nicht reden, tun wir ja bekanntlich was – egal was; oder lassen uns selbst berieseln – von was auch immer.
Stellen wir uns doch öfter mal uns selbst; nackt an Plänen, Strategien, Projektionen...
– dafür reich an Gefühl, Wahrnehmung, Energie & sich selbst.
Und damit finde ich, ist genug gesagt für heute.

In diesem Sinne:
ein stilles Lauschen aller kleinen Wunder dieser Welt,
ein bewusstes Wählen deiner Worte und
ein berührendes Dasein für andere durch deine bewusst gewählten Worte!
Das wünsche ich dir,
das wünschen wir dir,
das wünschen uns wir.
Sat Nam & Alles Liebe,
Monika
ANANDA Glückseligkeits-Akademie




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